Accounts
Im Account-Bereich haben Benutzer:innen die Möglichkeit, Details zu ihrem Account (Forschungsgruppe) einzusehen und geringfügige Anpassungen an ihrem Benutzerprofil vorzunehmen. Dazu gehören Änderungen des Benutzernamens, Passworts, der E-Mail-Adresse sowie des Vor- und Nachnamens.
Ähnlich wie bei Projekten verfügt ein Account über bestimmte Ressourcenlimits, die für alle VMs und Kubernetes-Cluster in der Standardansicht, der "Default View", gelten. Die Anpassung der Ressourcenlimits für Accounts liegt in der Verantwortung des Cloud-Administrators und muss bei diesem beantragt werden.
Allgemeine CloudStack-Hintergründe zu Account- und Projektlimits finden Sie in der offiziellen Dokumentation unter Default Account Resource Limits.
Ressourcenlimits
CloudStack-Accounts haben Ressourcenlimits, die festlegen, wie viele Ressourcen innerhalb eines Accounts insgesamt belegt werden dürfen. Dazu gehören insbesondere die Anzahl der virtuellen Maschinen, die zugewiesenen CPU-Kerne, der zugewiesene Arbeitsspeicher, Volumes und Snapshots.
Wichtige Quota-Arten sind:
- CPU: die Summe der vCPUs aller VMs im Account oder Projekt
- Memory: der insgesamt zugewiesene Arbeitsspeicher aller VMs
- Primary Storage: Speicherplatz für Root-Volumes und Data Disks laufender oder angelegter VMs
- Secondary Storage: Speicherplatz für Templates, ISOs und Snapshots
- VM count, Volume count, Snapshot count: Zähler für die jeweilige Objektanzahl
Wenn CloudStack "Secondary Storage" meldet, geht es in der Regel nicht um die Festplatte einer laufenden VM, sondern um Images wie Templates, ISOs oder Snapshots. Große selbst erstellte Templates können dieses Limit schnell belegen.
Diese Limits gelten nicht pro einzelner VM, sondern für die Summe aller Ressourcen, die im Account bereits verwendet oder reserviert sind. Wenn in einem Account beispielsweise zwei bestehende VMs zusammen alle verfügbaren CPU-Kerne belegen, kann keine weitere VM mit zusätzlichen CPU-Kernen erstellt werden, auch wenn die neue VM selbst nur wenige Kerne anfordert. Dasselbe gilt entsprechend für Arbeitsspeicher und andere limitierte Ressourcen.
Wenn das Ressourcenlimit erreicht ist, kann CloudStack die Erstellung oder Skalierung einer VM ablehnen. Typische Ursachen sind:
- bestehende VMs sind größer dimensioniert als aktuell benötigt
- nicht mehr benötigte VMs belegen weiterhin CPU- und RAM-Kontingente
- Ressourcen sind durch VMs in der "Default View" oder in Projekten gebunden
- das Account-Limit ist für den aktuellen Bedarf zu niedrig gesetzt
Prüfen Sie in diesem Fall zunächst, ob bestehende VMs kleiner skaliert, ausgeschaltet, archiviert oder gelöscht werden können. Für nicht mehr benötigte VMs kann vor dem Löschen ein Snapshot beziehungsweise eine separate Datensicherung sinnvoll sein. Beachten Sie dabei, dass VM-Snapshots keine vollständigen Offsite-Backups ersetzen.
Beantragen Sie höhere Ressourcenlimits nur, wenn die benötigten Ressourcen dauerhaft oder nachvollziehbar für eine konkrete Aufgabe erforderlich sind. Da die SPARCI-Hardware begrenzt ist, sollten angefragte CPU- und RAM-Werte möglichst nah am tatsächlichen Bedarf liegen. Eine Erhöhung des Account-Limits bedeutet außerdem nicht automatisch, dass die angefragten Ressourcen zu jedem Zeitpunkt im Cluster verfügbar sind. Besonders CPU-Kerne können durch die Gesamtauslastung der Hosts begrenzt sein.
Bei größeren oder dauerhaft wachsenden Bedarfen kann es sinnvoll sein, getrennte CloudStack-Projekte oder Instance Groups für unterschiedliche Arbeitsbereiche zu verwenden. Das erleichtert die Zuordnung von Ressourcen zu Arbeitsgruppen, Abschlussarbeiten oder Projekten und macht spätere Quota-Anfragen nachvollziehbarer.
Für erste Tests, Template-Erstellung oder einfache Linux-Installationen sollten VMs zunächst mit moderaten Ressourcen erstellt werden. CPU und RAM können später im ausgeschalteten Zustand skaliert werden, sofern das Account- oder Projektlimit ausreicht. Das vermeidet unnötig blockierte Ressourcen und macht Quota-Anfragen belastbarer.
VM-Skalierung und Account-Limits
Die Größenänderung einer einzelnen VM und die Ressourcenlimits eines Accounts sind zwei unterschiedliche Ebenen:
- Mit "Scale VM" ändern Sie CPU und RAM einer bestehenden VM.
- Mit den Account- oder Projektlimits wird festgelegt, wie viele Ressourcen insgesamt in diesem Bereich belegt werden dürfen.
Eine VM kann nur größer skaliert werden, wenn das zugehörige Account- oder Projektlimit noch ausreichend freie CPU- und RAM-Kontingente enthält. Wenn eine Skalierung in der CloudStack-Oberfläche abgelehnt wird, prüfen Sie deshalb zuerst die bereits belegten Ressourcen des gesamten Accounts beziehungsweise Projekts. Erst wenn die vorhandenen VMs nicht verkleinert oder aufgeräumt werden können, sollte eine Erhöhung der Limits beantragt werden.
Onboarding in die SPARCI-Cloud
Der Onboarding-Prozess ist in der Regel ein manueller Vorgang. Benutzer:innen oder Forschungsgruppen, die einen Zugang zur CloudStack-Umgebung benötigen, kontaktieren die Cloud-Administration per E-Mail.
Wenn für die Forschungsgruppe bereits ein CloudStack-Account existiert, wird der neue Benutzer diesem bestehenden Account hinzugefügt und kann die dort zugewiesenen Ressourcen nutzen. Verfügt die Forschungsgruppe noch über keinen Account, wird ein neuer Gruppen-Account erstellt, dem eigene Ressourcen zugewiesen werden.
Für Forschungsgruppen mit bereits erfahrenen CloudStack-Nutzer:innen erfolgt das Onboarding häufig intern. Die erfahrenen Nutzer:innen führen neue Mitglieder in die Bedienung der Oberfläche und die Arbeitsabläufe ein. Falls diese Unterstützung innerhalb der Forschungsgruppe nicht verfügbar ist, kann das Onboarding unter Aufsicht der Cloud-Administration stattfinden. Die wichtigsten Referenzen dafür sind die offizielle CloudStack-Dokumentation sowie die SPARCI-Dokumentation auf dieser Website.
Wer einen Account erhalten kann
Ein eigener CloudStack-Account wird grundsätzlich nur für wissenschaftliche Mitarbeiter:innen eingerichtet. Studierende und studentische Hilfskräfte erhalten keine eigenen Accounts für die Verwaltungsoberfläche.
Der Hintergrund ist die Verantwortung für den sicheren Betrieb der virtuellen Maschinen. Die verantwortliche Person muss sicherstellen, dass VMs abgesichert werden, Firewall-Regeln korrekt gesetzt sind, Updates zeitnah eingespielt werden und die Nutzung kontrolliert wird. Diese Verantwortung liegt bei der Person, auf deren Account die Ressourcen bereitgestellt werden, beziehungsweise bei der verantwortlichen Professorin oder dem verantwortlichen Professor der Forschungsgruppe.
Studierende können SPARCI-Ressourcen weiterhin im Rahmen der Forschungsgruppe nutzen, jedoch nicht über einen eigenen CloudStack-Account. In diesem Fall erfolgt die Nutzung unter der Verantwortung der betreuenden wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen.
Account-Varianten
Bei der Accounterstellung gibt es zwei Varianten:
- einen Account nur für die CloudStack-Instanz am Campus
- einen Account für beide CloudStack-Instanzen, also am Campus und am Bubenheimer Weg
Es ist möglich, dass Benutzer:innen bereits einen Account für die Campus-Instanz besitzen, aber noch keinen Zugriff auf die Instanz am Bubenheimer Weg haben. Diese zusätzliche Freischaltung ist möglich, muss aber separat und manuell angefragt werden.